Die OPEC und vor allem Venezuela hoffen auf Moskau

Foto: commons.wikimedia/Joe Mabel CC BY-SA 3.0Foto: commons.wikimedia/Joe Mabel CC BY-SA 3.0
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[Von Ralf Streck] – Auch das gebeutelte Russland zieht nun in Betracht, seine Ölproduktion zu verringern, um den Preis zu steigern, wenn sich die OPEC tatsächlich dazu durchringt.

Kürzlich erst hatte sich die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) in Algier dazu theoretisch durchgerungen, die Ölproduktion praktisch auf dem derzeitigen Niveau zu deckeln. Die Preise zogen danach weiter leicht an, als auf der Energiekonferenz in Istanbul auch Wladimir Putin – und damit der weltgrößte Produzent – erklärte, Russland ziehe in Betracht, die Produktion ebenfalls zu deckeln oder zu kürzen. Es handelt sich um eine ökonomische Notwendigkeit von Ölländern, die in der Rezession hängen und deren Defizite explodieren. Der staatliche Ölkonzern Venezuelas ist praktisch pleite, und damit das gesamte Land.

Seit geraumer Zeit klammert sich das kollabierende Venezuela an die Hoffnung wie an einen glühenden Nagel, dass die Ölpreise wieder steigen und damit endlich wieder mehr Geld in leere Kassen gespült werden würde. Denn dieses OPEC-Land steckt, wie längst bekannt, in einer doppelten Bredouille. Das Ölförderland leidet massiv einerseits unter dem Absturz der Ölpreise. Andererseits trifft der Venezuela besonders hart, weil es sich als unfähig zur Diversifizierung erwiesen hat und heute sogar noch abhängiger vom Erdölexport ist als früher.

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