Die gnadenlose Elvira – Rekordmonat der Bankendisziplinierung

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[Von Uwe Niemeier] – Noch zu Anfang des Jahres hatte ich vermutet, dass das Tempo der Bankendisziplinierung nachlässt, denn im ersten Quartal verloren „nur“ acht Banken ihre Lizenz. Gründe hätte es viele gegeben, denn die allgemeine wirtschaftliche Situation in Russland setzte vielleicht andere Schwerpunkte, die Inflation machte Sorgen, die Rubelkurse „turbolierten“ … und auch die eiserne Bankenlady Russlands hat nur einen Kopf und zwei Hände. Aber ich habe mich geirrt – Gott sei Dank – denn die Bankendisziplinierung setzt sich mit großem Tempo fort.

Ende Juni verkündete Elvira Nabiullina, die Chefin der russischen Zentralbank, dass es in Russland noch 20 Banken gibt, die als „unseriös“ eingeschätzt werden müssen. Nun, mit dem heutigen Stand, drei Wochen später, sind es nur noch acht Banken, denn im Zeitraum vom 1. Juli bis 24. Juli haben 12 Banken ihre Lizenz verloren und der Monat ist noch nicht zu Ende. Dies ist eine absolute Rekordanzahl an Lizenzentzügen seit dem Amtsantritt der Zentralbank-Chefin Mitte 2013.

Während in den Jahren 2013/2014 und in den ersten Monaten des aktuellen Jahres die Lizenzen grundsätzlich an einem Montag entzogen worden sind, hat sich die Zentralbank in den letzten zwei Monaten auch mit dem Freitag als dem „Tag der Disziplinierung“ angefreundet.

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