Deutschlands neuer Botschafter in Moskau

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Im März tritt Deutschlands neuer Botschafter in Moskau,  Rüdiger Freiherr von Fritsch, sein Amt an, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag. Der Nachkomme einer alten Adelsfamilie verlässt seinen Botschafter-Posten in Polen. In letzter Zeit beschäftigte er sich viel mit Fragen der „Ostpartnerschaft“. Es ist kein Geheimnis, dass Moskau das EU-Projekt skeptisch sieht und als „Quarantäne-Gürtel“ um Russland bewertet.

In der Biographie des künftigen Botschafters in Moskau gibt es viele Episoden im James-Bond-Stil, so die Deutsche Welle. Dazu gehört seine Tätigkeit im Bundesnachrichtendienst als Vizepräsident. Damals soll er seinem Cousin zur Flucht aus der DDR via Bulgarien mit einem gefälschten Pass verholfen haben. Nach Russland kommt ein erfahrener Osteuropa-Experte. Er wird wohl Botschafter bis zu den nächsten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Russland bleiben.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Ernennung des neuen Botschafters ein Kompromiss zwischen den deutschen Koalitionspartnern bei der Umsetzung der neuen Russland-Politik geworden ist. Früher war dafür CDU-Politiker Andreas Schockenhoff zuständig gewesen, der den Schwerpunkt auf humanitäre Fragen und vor allem auf die Einhaltung der Menschenrechte in Russland legte. Das führte zur Abkühlung der Beziehungen zwischen Moskau und Berlin.

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