Deutschlandfunk wirft Donezk und Lugansk Zwangsarbeit vor

Foto: teteria sonnna, CC BY 2.0 via Flickr

[von Peter Mühlbauer] Human-Rights-Watch-Direktor Michalski fordert, dass Berlin Druck auf Moskau ausübt.

Im September 2014 veröffentlichte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch einen Bericht, in dem geschildert wird, dass es in den beiden von der Ukraine abgespaltenen Volksrepubliken Donezk und Lugansk „Strafbrigaden“ gibt, in denen Personen, die wegen Delikten wie Drogenmissbrauch, Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit, Verstoß gegen die Ausgangssperre oder Störung der öffentlichen Ordnung verurteilt wurden, bis zu 30 Tage lang unbezahlt arbeiten.

Das mussten verurteilte Straftäter faktisch zwar auch in den USA (wie unter anderem die Netflix-Serie Orange is the New Black sehr anschaulich illustriert), aber nicht nahe einer Front, an der sie Angriffen der ukrainischen Armee ausgesetzt waren. Dort füllten die Verurteilten Sandsäcke, beseitigten Büsche, hoben Gräben aus, putzten und kochten Essen für die Milizen. Hugh Williamson, der Human-Rights-Watch-Direktor für Europa und Zentralasien, sah darin einen Verstoß gegen internationales Kriegsrecht und forderte nicht nur ein Ende der Zwangsarbeit an der Front, sondern in ganz Donezk und Lugansk.

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