Der ukrainische Export nach Russland wird nach den WTO-Normen verzollt

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Russland beabsichtigt, nach Regierungsinformationen, einseitig das Prinzip des freien Handels mit der Ukraine bei 135 Warenpositionen das Freihandelsregime aufzuheben und durch eine Meistbegünstigungsklausel zu ersetzen: Diese sieht, ungeachtet dieser Bezeichnung, die Einführung einheitlicher Zölle für jene Länder vor, die nicht zum Zollbündnis gehören

Die Abschaffung des geltenden Systems der Handelsvorteile zugunsten der Mechanismen der Zollunion und der WTO wird nicht nur die Ukraine, sondern auch Moldawien und Georgien betreffen.

Die Maßnahme wird in erster Linie die Lieferanten landwirtschaftlicher Erzeugnisse betreffen. Unter den Nicht-Lebensmittelpositionen sind alle Arten von Dünger, Farben und Lacke, Haushaltschemie, Erzeugnisse aus Polymeren, Glasfaser und Produkte daraus, Baustoffe, jedoch  übersteigen diese Importartikel nicht den Umfang von einigen Dutzend Millionen Dollar im Jahr. Ebenfalls in der Liste aufgeführt sind einige Arten elektrischer Ausrüstung und Erzeugnisse des Maschinenbaus (alles $1,1 Mrd.), andere wichtige Artikel sind Erzeugnisse aus Eisenmetallen, die im vorigen Jahr $892 Mio. ausmachten. Dabei tauchen auf der Liste die größten Importartikel der Russischen Föderation nicht auf: Eisenmetalle ($2,2 Mrd. im vorigen Jahr), Reaktorbehälter ($2,2 Mrd.), die Eisenbahnlokomotiven und  Waggons ($1,8 Mrd.). In der Struktur des ukrainischen Exportes entfallen auf Lebensmittel rund ein Viertel der Lieferungen, auf Eisenmetalle weitere 24 %.