Der traditionelle Weihnachtsbasar der deutschen Botschaft in Moskau

Der traditionelle Weihnachtsbasar der deutschen Botschaft findet auch dieses Jahr wieder in Moskau statt. Foto: „Stimme Russlands“Der traditionelle Weihnachtsbasar der deutschen Botschaft findet auch dieses Jahr wieder in Moskau statt. Foto: „Stimme Russlands“
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[Michael Barth] Moskau – Auch dieses Jahr wird in der deutschen Botschaft in Moskau der beliebte Weihnachtsbasar für Jung und Alt stattfinden. Seit neun Jahren erfreut sich die Veranstaltung stetiger Beliebtheit und mittlerweile muss man beim Einlass schon Schlange stehen.

Von dem her ist es durchaus angeraten, sich frühzeitig auf den Weg dorthin zu machen, bevor die schönsten Weihnachtspräsente schon alle unters Volk gebracht worden sind. Wie Sie sicherlich schon vermutet haben, handelt es sich bei der bereits traditionellen Veranstaltung, die alljährlich eine Woche vor dem ersten Advent stattfindet, um einen, nun ja fast typischen deutschen Weihnachtsmarkt.

Auch wenn die Geschenke für die Kleinen von Ded Moros, dem Väterchen Frost, übergeben werden, öffnet sich den Besuchern eine Weihnachtsstimmung, die an die deutsche Heimat erinnert. Denn: Zuckernuss und Mandelkern essen alle Kinder gern. Beim Bummel entlang der etwa 30 Stände erfreuen sich mittlerweile weit mehr als 2.000 Menschen jährlich über das breite Angebot an deutschem Christbaumschmuck, Holzspielzeug und Räuchermännchen aus dem Erzgebirge. Ebenso werden einige auserlesene russische Stände hochwertige lokale Erzeugnisse feilbieten.

Selbstverständlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt. Weihnachtsgebäck und Christstollen, selbstgebackene Lebkuchenhäuser und Marzipantaler decken ab, was auf einem deutschen Weihnachtsmarkt einfach nicht fehlen darf. Wem der Sinn mehr nach Herzhaftem steht, der wird garantiert an der Bratwurstbude fündig. Nachgespült wird, wie es sich gehört, mit einem Schluck Glühwein.

Die Veranstaltung wurde zwar in erster Linie von Deutschen für Deutsche ins Leben gerufen, erfreut sich mittlerweile aber auch reger Beliebtheit bei den Moskauern. Die Veranstalter und alle fleißigen Helferlein, die sich unentgeltlich um die Vorbereitung kümmern, kann das natürlich nur Recht sein, denn der Weihnachtbasar verfolgt zu allererst einen guten Zweck. Sämtliche Erlöse fließen in Hilfsprojekte von Moskauer Einrichtungen. Unter anderem konnte mit einem Teil des Geldes die Suppenküche vor Ort, die täglich 200 Mahlzeiten an Bedürftige ausgibt, zu 50 Prozent finanziert werden.

Aus diesem Grund wird für Besucher über 12 Jahren ein Obolus von 200.- Rubel (4,50 Euro) erhoben. Das gelöste Billet ist gleichzeitig auch Ihr Los für die Tombola, bei der stündlich Sachpreise zu gewinnen sind. Wichtig ist jedoch, dass Sie Ihren Ausweis nicht vergessen! Sie kommen sonst nicht auf das Botschaftsgelände.

Am Samstag, den 23. November 2013, von 10:00 bis 15:00 Uhr in der ul. Mosfilmowskaja 56

(Michael Barth/russland.RU)

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.