Der Rubel probt das Comeback

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(18. Dezember 2014 8:01)·Nach dem historischen Rekord von 100 Rubel für einen Euro am Dienstagnachmittag hat sich der Kurs der russischen Währung am Mittwoch und in den Morgenstunden des Donnerstags deutlich erholt. Zu Handelsbeginn lagen der Euro bei ca. 75 Rubel und der US-Dollar bei ca. 60 Rubel. Beides sind Kurse, die von Experten als durchaus kaufkraftgerecht angesehen werden.

Zu den mancherseits befürchteten Maßnahmen der Devisenregulierung kam es gestern nicht. Offensichtlich im Vertrauen auf die gesunden Staatsfinanzen setzen die Moskauer Währungshüter bislang lediglich Marktinstrumente zur Überwindung der Krise ein.

So sollen die staatlichen Währungsreserven den russischen Banken und Unternehmen effizienter als bisher zur Verfügung gestellt werden. Durch die Finanzsanktionen sind vor allem die Staatsbanken und -unternehmen vom westlichen Geldmarkt derzeit abgeschnitten. Gleichzeitig müssen russische Banken und Unternehmen jedoch umfangreiche Auslandsschulden bedienen. Die Rede ist von Zahlungen in einer Größenordnung von 35 Milliarden Dollar allein im laufenden Quartal. Der Umstand hatte zu Spekulationen geführt, die betroffenen Unternehmen würden sich die nötigen Devisen durch massive, teils auch schuldenfinanzierte Rubelverkäufe beschaffen.

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