Der ominöse russische Hilfskonvoi

[Florian Rötzer] Verwirrende Kriegspropaganda: Kiew hat offenbar Vereinbarungen mit Moskau getroffen, spricht aber auch von einer konkurrierenden Hilfsmission

Während weiterhin unklar ist, ob der russische Hilfskonvoi abgesprochen war und in die Ostukraine einreisen kann, findet sich das Komitee des Internationalen Roten Kreuzes (ICRC) offensichtlich in einer verzwickten Position. Jetzt will auch Kiew auf einmal eine Hilfsmission in die Ostukraine schicken. Sie soll international sein, aber vor allem ukrainische Hilfsgüter beinhalten. Man habe alles auch selbst, was Russland bereitstellen will, heißt es.

Das ICRC muss nun beide Missionen unter seine Fittiche nehmen oder sich für eine entscheiden. Noch scheinen im Falle des russischen Konvois viele Einzelheiten unklar zu sein. Das ICRC spricht allerdings nur von „praktischen Details“, die von Russland und der Ukraine geklärt werden müssten, und nennt den Grenzübertritt und die Freigabe des Zolls. Das klingt danach, also ob grundsätzlich die Lieferung geklärt sei. Am Abend wurde aber darauf mahnend hingewiesen, dass trotz des „Mediensturms“ über den Konvoi humanitäre Hilfe nicht „politisiert“ werden dürfe. Die Priorität des ICRC sei, den Menschen zu helfen. Und ohne weiter Erklärung wurde noch erklärt, dass die Anerkennung des Zeichens des Roten Kreuzes entscheidend dafür sei, dass den Menschen geholfen werden kann.

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