China rettet russischen Rubel

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[Von Ulrich Heyden] – Ein neuer Kursverfall des Rubel macht den Russen Sorgen. Hauptgrund ist der niedrige Ölpreis, aber auch die Wertverluste an Chinas Börsen spielen eine Rolle.

Anfang vergangener Woche stöhnten viele Russen erneut wegen dem rasant gestiegenen Kurs von Dollar und Euro. Ein Euro kostete 83 Rubel, ein Dollar 71 Rubel. Das war etwa so viel wie bei der Rubelkrise im Dezember 2014, als die russische Zentralbank versuchte, mit einer drastischen Leitzinserhöhung auf 17 Prozent den Verfall der nationalen Währung zu stoppen.

Für den niedrigen Rubel-Kurs ist vor allem der niedrige Ölpreis von 40 Dollar pro Barrel verantwortlich, der niedrigste Preis seit März 2009. Der Ölpreis ist Russlands Achilles-Ferse. Russland erwirtschaftet 70 Prozent seiner Einnahmen durch den Export von Gas und Öl. Die Abhängigkeit von westlichen Importen ist besonders bei Maschinen und IT-Technologie groß. Fast unabhängig von westlichen Importen ist Russland nur in der Landwirtschaft.

Den ganzen Sommer über war der Rubel-Kurs für Euro und Dollar gestiegen. Nun, am Ende der Sommerferien – viele Russen arbeiteten und erholten sich auf der Datscha – kommt die böse Überraschung. Im Mai kostete ein Dollar noch 48 Rubel und ein Euro 57 Rubel.

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