Charkow: Massenschlägerei und neue prorussische Organisationen [mit Videos]

Nach Kundgebung proukrainischer Fußballfans Randale mit Antimaidanern - Organisationen für Föderalisierung und medizinische Hilfe im Donbass gegründet

Auch in Charkow in der Ostukraine gab es heute erneut Unruhen. Anlässlich einer proukrainischen Kundgebung im Stadion weilte eine große Anzahl von national gesinnten auswärtigen Fußballfans (sogenannte „Ultras“) in der Stadt.

Hier Bilder vom Marsch der ukrainischen Hooligans (hier eine Fotoserie ihres Auftretens bei der ukrainischen Onlinezeitung Politnavigator) durch die Stadt mit entsprechenden antirussischen Sprechchören:

Wie jeden Sonntag hatten auch die Antimaidaner sich für ihre örtliche Kundgebung versammelt:

Diese fiel etwas kleiner aus, als sonst, wobei örtliche Medien das auf zahlreiche andere Veranstaltungen und eine für den 1. Mai ohnehin geplante Großdemonstration zurückführten. Es dürften sich aber auch einige radikalere Befürworter eines prorussischen Kurses aktuell im benachbarten Donbass, dem Zentrum der Auseinandersetzungen mit der ukrainischen Armee, aufhalten. Es kam, wie es kommen musste, zunächst zu Provokationen und dann zu Gewalttätigkeiten zwischen beiden Seiten. Hier sehen wir schon eine sehr aufgeladene Atmosphäre:

Es soll mehrere Verletzte gegeben haben. Die örtliche Onlinezeitung Nahnews berichtet auch von der Gründung einer Organisation „Russischer Osten“, die vor Ort für eine Föderalisierung der Ukraine kämpfen voll, sowie eines Frauenbundes „Die Frauen von Charkow“, die im Donbass bei den militärischen Auseinandersetzung Verwundeten medinische Hilfe anbieten will. Charkow war bereits mehrfach Ort gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen Anti- und Euromaidanern, obwohl es nicht im Donbass, sondern am Rande des mehrheitlich russischsprachigen Gebietes liegt.