Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für Professor Wilfried Bergmann

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Berlin, 14. Januar 2014. Prof. Dr. Wilfried Bergmann, Vorstandsmitglied des Petersburger Dialogs e.V. und des Deutsch-Russischen Forums e.V., wurde mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse durch den Bundespräsidenten in Anerkennung der besonderen Verdienste um Volk und Staat, insbesondere bei der Fortentwicklung der deutsch-russischen Zusammenarbeit, geehrt.

Anlässlich der Ordensverleihung im Auswärtigen Amt würdigte Staatssekretär Ederer die besonderen Leistungen von Professor Bergmann in der langjährigen wissenschaftlichen Zusammenarbeit, vor allem im Rechtsbereich, sowie bei der Fortentwicklung der Zivilgesellschaften beider Staaten. Konsequent unterstützte er den Aufbau des Deutsch-Russischen Forums e.V., der Deutschen Stiftung für Internationale rechtliche Zusammenarbeit, des Petersburger Dialogs e.V. und die Russland- Initiativen der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Aufbauend auf einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft in den 1970-er Jahren setzte er sich besonders für die Förderung des Jugendaustausches ein und gehörte zu den Mitbegründern der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch. Diese Institutionen erweisen sich gerade im derzeitigen angespannten und schwierigen deutsch-russischen Umfeld als unverzichtbare Brücken zwischen den Menschen in beiden Ländern.

In seiner Dankesrede betonte Professor Bergmann, dass die derzeitige besorgniserregende Situation nur durch Dialog, der auf vertrauensbildenden Maßnahmen aufbaut, überwunden werden könne. Hierbei stehen die Suche nach gemeinsamen Lösungen für globale Herausforderungen wie Armutsbekämpfung, Gesundheitsrisiken, Migration, Klimawandel und deren bürgerfreundliche Umsetzung prioritär auf der Agenda. Die bisherige wissenschaftliche deutsch-russische Zusammenarbeit ist dafür ein bewährter Ausgangspunkt, weil hier eine besonders gut entwickelte Vertrauensbasis besteht. Zu überlegen ist, inwieweit neue Themen, wie z.B. die Wechselwirkung zwischen Sicherheitspolitik und Zivilgesellschaft, stärker als bisher in die Betrachtung einbezogen werden müssen.

Seinen besonderen Dank sprach Professor Bergmann dem Auswärtigen Amt für „seinen langen Atem“ bei der Förderung der deutsch-russischen Rechtszusammenarbeit aus. Es handele sich um ein Feld, das wegen seiner vielfältigen Auswirkungen auf alle Menschen eines Landes besonders sensible Herangehensweise, aber auch vertrauensvolle Partnerschaft auf beiden Seiten erfordere.