Bundestrainer Joachim Löw würde Marco Reus gerne zum Confed Cup 2017 nach Russland mitnehmen

"Wokół boiska" by  (CC BY-NC-ND 2.0)"Wokół boiska" by  (CC BY-NC-ND 2.0)
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In weniger als zwei Monaten beginnt der Confed Cup 2017, die Generalprobe für die WM 2018 in Russland ist nicht nur wichtig für das Gastgeberland, auch die teilnehmen Nationalmannschaften können beim Confed Cup wichtige Erkenntnisse für das WM-Turnier im Sommer 2018 sammeln. Bundestrainer Joachim Löw hat sich nun zur Personalie Marco Reus geäußert und betont, dass er den BVB-Star gerne mitnehmen würde zum Confed Cup.

In knapp sechs Wochen ist es endlich soweit, dann steht mit dem Confed Cup 2017 das erste Highlight mit Blick auf die WM 2018 in Russland an. Der Confed Cup ist eine Art Mini-Generalprobe, sowohl für die Turnierverantwortlichen, aber auch für die teilnehmenden Mannschaften.

Der Confed Cup 2017 wird vom 17. Juni bis 2. Juli 2017 im WM-Gastgeberland Russland ausgetragen. Offiziell heißt das Turnier FIFA-Konföderationen-Pokal. Wie es der Name bereits erahnen lässt nehmen an dem Turnier die Sieger der jeweiligen Fussball-Konföderationen statt. Am bevorstehenden Confed Cup wird neben Gastgeber Russland, auch Deutschland (Weltmeister 2014), Australien (Asienmeister 2015), Chile (Sieger der Copa America 2015), Mexiko (Sieger des CONCACAF Cups 2015), Neuseeland (Ozeanienmeister 2016), Portugal (Europameister 2016) sowie Kamerun (Afrikameister 2017) teilnehmen. Wer eine entsprechende Sportwette während der sog. „Mini-WM“ platzieren möchte, sollte die WM 2018 Wettquoten bei William Hill ins Auge fassen. Dort können Fußballfans während des Confed Cups wetten.

Deutschland trifft in der Gruppe B auf Kamerun, Chile und Australien. Rein objektiv betrachtet geht die DFB-Auswahl als Favorit in diese Gruppe und so sieht es auch der Wettanbieter William Hill. Dennoch wird es spannend zu sehen ob Jogis Jungs tatsächlich den Sprung in die K.o.-Runde schaffen. Das letzte Mal nahm die deutsche Nationalmannschaft 2005 beim Confed Cup teil, als man vor der WM 2006 selbst Gastgeber des Turniers war.

Löw sieht den Confed Cup als Perspektiven-Turnier

Auch wenn der Confed Cup ein offizielles FIFA-Turnier ist und somit durchaus einen gewissen sportlichen Anreiz mit sich bringt, ist das Turnier in Deutschland nicht sonderlich beliebt bei den Fußballfans. Auch Bundestrainer Joachim Löw ist kein wirklicher Freund vom Confed Cup. Der 56-jährige macht kein Geheimnis daraus, dass er, wenn er könnte und dürfte, gerne auf das Turnier verzichten würde. Hintergrund ist schlichtweg, dass der Confed Cup wenige Wochen nach Ende der regulären Saison beginnt und die Nationalspieler kaum Zeit haben sich zu erholen. Deshalb hat Löw bereits vor geraumer Zeit angekündigt bei dem Turnier auf zahlreiche seiner großen Stars zu verzichten. Er sieht darin viel mehr ein „Perspektiven-Turnier“ für jüngere Spieler die bisher nicht so viel Einsatzzeiten im DFB-Trikot erhalten haben.

Neben Stars wie Mats Hummels, Thomas Müller oder Toni Kroos wird Löw primär auf U21-Nationalspieler setzen und ggf. auch den einen oder anderen Debütanten zum Confed Cup berufen. Es gibt jedoch auch Spieler auf die Löw nicht verzichten möchte, hierzu zählt unter anderem Marco Reus. Der Bundestrainer äußerte sich wie folgt zu dem Dortmunder: „Ich hätte Marco Reus gerne mit dabei, weil er 2014 und 2016 verletzt war. Wir warten die Anfänge im Mai ab und wollen zwei, drei Wochen vor Saisonende dann bewerten.“

Reus ist so etwas wie der Pechvogel im DFB-Team, der Offensivspieler hat die letzten beiden große Turnier mit Deutschland verpasst. Bitter ist vor allem dessen verletzungsbedingt Absage vor der WM 2014 in Brasilien.