Braucht Russland französische Kriegsschiffe?

Diese Frage hat sich auch der russische Vizepremier Dmitri Rogosin gestellt. Während vor einigen Jahren, dem Zeitpunkt der Bestellung, Russland den Hubschrauberträger brauchte, zweifelt man heute an der Notwendigkeit.

Vermutlich sind die Zweifel an der Notwendigkeit des Erwerbs, des in Frankreich bestellten Hubschrauberträgers, mehr politischer Art. Es scheint sich immer mehr abzuzeichnen, dass es Schwierigkeiten zur Übergabe des Schiffes von Frankreich an Russland gibt. Und natürlich muss man die Öffentlichkeit darauf vorbereiten, dass sich Frankreich dazu entschließt, im Rahmen, der von den USA geforderten Sanktionen, das Schiff nicht zu übergeben.

Bereits vor einigen Monaten, als das Thema in die Öffentlichkeit kam, hatte unsere Informationsagentur Gespräche hierzu. Für uns war es generell nicht klar, warum Russland militärische Ausrüstungsgüter im Ausland bestellt – ein Vorgang, der zu sowjetischen Zeiten schlicht undenkbar gewesen wäre. Unsere Gesprächspartner versicherten uns schon vor Monaten, dass die Bestellung von solchen, doch etwas Aufsehen erregenden Militärobjekten, mehr politischen, denn militärischen Notwendigkeiten entspricht. Uns schien die „politische Notwendigkeit“ doch ein recht teures Vergnügen zu sein. Und wie sich jetzt erweist, wird es wohl ein teures Vergnügen – und zwar für beide Seiten. Denn Russland hat das Schiff bereits bezahlt und wird das Geld, inclusive Strafzahlen für die Nicht-Vertragserfüllung zurück fordern. Und eh das Geld fließt, wird ein wenig Zeit vergehen. Und Frankreich wird sich von dem Geld trennen müssen, inclusive der Strafgebühren die Russland fordert und es ist zu vermuten, dass dieses Geld sicherlich nicht im Schuhkarton aufbewahrt worden, sondern bereits in andere Projekte geflossen ist. Aber man kann ja versuchen, das Schiff den Amerikanern zu verkaufen.

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