Berlin: Sonntag Kundgebung zu Russland – Montag nicht

Friedenskundgebung und -mahnwache mit verschiedenen Zielen - Sonntag am Gendarmenmarkt geht es zum Thema Russland

An diesem Wochenende und kurz danach wird es in Berlin zwei Friedensaktionen geben, eine betont zum Konflikt mit Russland (Sonntag) und eine betont nicht (Montag).

Am Sonntag geht es unter russendeutschen Organisatoren los mit einer Kundgebung unter dem Motto „Nein zum Krieg mit Russland„, über die wir bereits berichtet haben. Sie soll am Gendarmenmarkt um 15 Uhr stattfinden. Auch bei Google+ gibt es eine Veranstaltungsseite zu diesem Event. Die Veranstalter treten betont für Frieden zwischen Russland und der Ukraine auf, richten ihre Botschaft zur Deeskalation jedoch – anders als die deutsche Politik – auch an die westliche Seite.

Bildschirmfoto 2014-04-10 um 19.15.33

(Aufruf zur Kundgebung am Sonntag)

Am Montag Abend wiederum ist eine Friedens-Mahnwache am Brandenburger Tor in Berlin, deren Veranstalter den Netzaktivisten von Anoymous nahe stehen. Diese legt jedoch wert darauf, im Bezug auf die aktuelle Krim-Krise keine Stellung zu beziehen. Das bat uns ausdrücklich eine der beteiligten Aktivisten namens Stephanie Wessel richtig zu stellen. „Es geht um Frieden und der Abschaffung der Fed“ beschrieb sie das Thema und „wir sagen nichts darüber das wir für Russland sind“. Die „FED“ (Federal Reserve System) ist das Zentralbank-System der USA, auch „US-Notenbank“ genannt. Das geben wir natürlich gerne weiter.

Bildschirmfoto 2014-04-10 um 19.20.57

(Aufruf zur Mahnwache am Montag, wie man sieht kein (absichtlicher) Russlandbezug)

Wen es also speziell zum Thema Russland und Krim-Krise auf die Straße treibt, sollte Sonntag zum Gendarmenmarkt kommen. Wir werden von dem Event am Sonntag noch berichten. Russland ist ja unser Thema. Ehrliche Presse und Frieden in Europa natürlich auch, aber nur wenn mit Russlandbezug 🙂

Hier noch einmal der Link zur Facebook-Seite der Sonntags-Kundgebung

Update 12.04.2014: An den Organisatoren der Montags-Kundgebungen gibt es aus für gewöhnlich gut informierten Kreisen ernst zu nehmende Kritik. Wir können deshalb – im Gegensatz zum Sonntag, wo wir die Veranstalter kennen  – die Teilnahme nicht empfehlen. Auch der Kontakt von Aktivisten dieser Bewegung mit uns war etwas merkwürdig und einige ihrer Aufrufe haben schon verschwörungstheoretische Züge.