Beobachterkommission der OSZE für den Donbass unter Beschuss

Archiv: Bassurin, Eduard im Gespräch mit unserem Redakteur Hartmut HübnerArchiv: Bassurin, Eduard im Gespräch mit unserem Redakteur Hartmut Hübner
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Das Presseamt der Beobachterkommission der OSZE für den Donbass hat gegenüber »Interfax« erklärt, sie seien am Sonntag im Raum des Dorfes Kominternowo unter Beschuss geraten.

Als Mitarbeiter der Kommission einen Granattrichter untersuchten, sei das Feuer auf sie eröffnet worden. Die Kugeln schlugen neben ihnen ein, niemand sei verletzt worden. Sie verließen den Ort umgehend und zogen sich auf ihre Basis im von der Donezker Volksrepublik kontrollierten Gebiet zurück.

Zuvor hatte schon der Sprecher des Verteidigungsministeriums der DVR, Bassurin, erklärt, er selbst, Beobachter der Kommission und Journalisten seien in Kominternowo unter Beschuss von Scharfschützen geraten. Sie hätten sich sofort zurückgezogen. „Wir sind lebendig und gesund, das ist alles. Die Schießerei kam von dem Ort, wo sich das Bataillon «Ajdar« befindet. … Die Vertreter der Mission sind zusammen mit uns in den Bezirk Kominternowo gefahren, um die Folgen des Granatwerferbeschusses festzuhalten. Jetzt kehren wir zurück.“

Das Presseamt des ukrainischen Verteidigungsministeriums erklärte am Sonntag, im Raum des Dorfes Kominternowo sei der Versuch von Aufständigen abgewendet worden, die Streitkräfte der Ukraine zu diskreditieren.

Am Samstag sei auf ukrainischer Seite die Bitte eingegangen, unter dem Schutz von Aufständigen Kominternowo inspizieren zu dürfen. Die Aufständigen hätten die Kommission jedoch in eine Falle gelockt, in der sie von als ukrainisches Militär verkleideten Aufständigen beschossen wurden, mit dem Ziel, die Beobachter zu töten, um die Streitkräfte der Ukraine eines Verstoßes des Minsker Abkommen zu beschuldigen, sowie um die Unfähigkeit Kiews zu beweisen, gute Bedingungen für die Arbeit der Beobachterkommission der OSZE im Rahmen des gewährten Mandates zu gewährleisten.

Warum die verkleideten Aufständigen ihre eigenen Leute unter Beschuss genommen haben sollen, wurde nicht erklärt.
(Hanns-Martin Wietek/russland.ru)