Belgien-Russland: Akinfejew im Tor und Verzauberung durchs Maracana

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Am Sonntag steigt das zweite Gruppenspiel für Russland. Nach einem eher langweiligen 1:1 gegen Südkorea geht es jetzt gegen Belgien. In der Gruppe gelten die Belgier als Geheimfavorit, aber im ersten Spiel gegen Algerien taten sie sich sehr schwer, obwohl sie 2:1 gewannen. Im Vorfeld des aktuellen Spiels gaben Cheftrainer Fabio Capello und Mannschaftskapitän Wasili Bereruzki eine Pressekonferenz. Gucken wir mal rein bei „Sport-Express“.

Capello: „Es gibt Stadien, die für Spieler und Trainer eine gewisse Anziehungskraft haben. In Italien ist das San Siro, in Europa Santiago Bernabeu und Wembley. Und in der Welt ist das Maracanã. Ich denke, alle träumen davon, da aufzulaufen.“

Zu Belgien: „In der Qualifikation hat Belgien alle verwundert. Das ist eine starke, ausbalancierte und kompakte Mannschaft. Sie ist sehr stark bei Standartsituationen. Ich habe Respekt vor dieser Mannschaft. Aber ich glaube an Russland.“

Ein Wort zu England fordert der Journalist, nicht von ungefähr, war Capello doch Trainer der Engländer bei der WM 2010, als sie unglücklich gegen Deutschland ausschieden. „Ich mag nicht über die Vergangenheit sprechen“, sagt Capello. Und ich mag nicht über Mannschaften reden, die in einer schwierigen Lage sind (Kommentar: England ist inzwischen ausgeschieden). Und Italien? Der Italiener Capello: „Ich wünsche Italien den Erfolg.“ (Kommentar: Italien hat im letzten Spiel gegen Costa Rica mit 0:1 verloren, aber es gibt Chancen aufs Weiterkommen.).

Und jetzt zur Torwartfrage. Capello: „Ich hatte in dieser Frage keine Zweifel. Akinfejew ist ein großer Torhüter, einer der besten in der Welt. Ich habe nicht vor, eine Änderung vorzunehmen.“

Zum Turnier insgesamt meint Capello: „Ein absolut hohes Niveau. Jedes Spiel ist interessant, keine Mannschaft schenkt Punkte her. Überall ist Kampf angesagt.“

Soweit Capello. Jetzt hat Mannschaftskapitän Beresuzki das Wort. „Wir werden am Sonntag mit unserem Spiel die Frage beantworten“, die Belgiens Trainer hinsichtlich des Spiels gegen Südkorea gestellt hatte. (Kommentar: Er hatte Russland als eher schwach befunden.)

„Was haben Sie Akinfejew nach dem Spiel gesagt“, lautet die nächste Frage, wobei es wieder um den dummen Torwartfehler geht: „Igor ist ein erfahrener Torwart. Er ist schon lange dabei. Ich habe ihm nichts Besonderes gesagt. Im Sinne: Steh auf, verliere keine Zeit, wir müssen es besser machen.“

Darauf wollen wir hoffen! [sb]