Bayrischer Landwirtschaftsminister will „den Boden bereiten für die Zeit nach den Sanktionen“

Brunner_Gordejew_2015_©_stmelf.bayern
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Der bayrische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner war Mitglied der Delegation von Unternehmern und Beamten, die Ministerpräsident Seehofer auf der Reise nach Moskau begleiteten.

Sein wichtigster Gesprächspartner war Aleksei Gordejew, der von 1999 bis 2009 russischer Landwirtschaftsminister war und seit 2009 Gouverneur des Oblast Woronesch ist – einem Gebiet etwa von der Größe Bayerns mit einem Fünftel seiner Bevölkerung und eine der wichtigen Kornkammern Russlands.

Wie das »Bayrische Landwirtschaftliche Wochenblatt« berichtet, unterzeichneten sie eine Vereinbarung zur Intensivierung der Zusammenarbeit, wobei es aktuell um Kooperationen bei Tierzucht und Pflanzenbau, Bildung, Agrarforschung, Ländliche Entwicklung und Landtechnik geht.

Im Jahr 2012 habe Bayern Agrar- und Ernährungsgüter im Wert von 197 Millionen Euro nach Russland exportiert. 2013 gab es einen Einbruch auf 142 Millionen Euro und heute sei man trotz aller Bemühungen bei 120 Mio Euro angekommen, so Brunner.

Brunner hat aber bei allen Bemühungen um die Verbesserung der aktuellen Situation auch ein klares Ziel für die Zukunft vor Augen: „Ich will mit der Russland-Reise den Boden bereiten für die Zeit nach den Sanktionen. Wir müssen im Gespräch bleiben, damit wir die früher sehr guten agrarwirtschaftlichen Beziehungen mit Russland nach Ende des Embargos rasch wieder aufnehmen können. Russland war in der Vergangenheit immer ein verlässlicher Handelspartner für Bayern.“

[Hanns-Martin Wietek/russland.news]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.