Attentäter identifiziert

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Nach Aussagen des russischen Ermittlungskomitees ist der Selbstmordattentäter identifiziert.

Der 22-jährige Akbarschon Dschalilow, ein Russe geboren in der Stadt Osch in Kirgisien, hat sich demnach in der Metro selbst gesprengt. Nachdem er eine Tasche mit einem weiteren Sprengsatz in der Station „Ploschtschad Wosstanija“ deponiert hatte, fuhr er mit der Metro weiter und zündete zwischen den beiden Metrostationen den Sprengsatz, den er in einem Rucksack auf dem Rücken trug.

Der selbst gebastelte Sprengsatz steckte in einem mit Metallkugeln und Schraubenmuttern bestückten Feuerlöscher. Der Selbstmordattentäter wurde vollkommen zerfetzt und konnte nur anhand des Kopfes identifiziert werden.

Die russische Online-Zeitung »Gazeta.ru« berichtet unter Berufung auf eine Quelle aus den Sicherheitskräften Kirgisiens, Dschalilow sei Ende Februar nach Kirgisien gekommen und nicht wie gewöhnlich anschließend nach St. Petersburg, sondern zuerst nach Moskau gereist. Jetzt werde ermittelt, mit wem er sich getroffen hat, denn die Drahtzieher des Attentats werden in Moskau vermutet.

Man stehe noch am Anfang der Ermittlungen und ermittle in alle Richtungen.

[hmw/russland.news]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.