Assad: Referendum wird Zukunft des syrischen Volkes bestimmen

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Der syrische Präsident Assad hat in einem Interview mit den italienischen Zeitungen »Il Fatto Quotidiano« und »Avvenir« seine Bereitschaft bestätigt, ein Referendum abhalten zu lassen, in dem das Volk über seine Zukunft bestimmt, schreibt TASS.

„Ein Krieg sei eine sehr wichtige Lehre für jede Gesellschaft und am Schluss muss man auf sich selbst schauen und sich fragen, ‚was ist falsch mit meinem Land‘. Meine Aufgabe ist es, einen Dialog zwischen den Syrern herbeizuführen und zu erleichtern, weil es einer nationalen Diskussion über das politische System des Landes bedarf. Es bedarf eines Dialogs des breitesten Spektrums der Gesellschaft und am Ende muss ein Referendum über diesen Punkt stehen“, so Assad.

Auf die Frage, ob er bereit sei, um des Friedens willen sein Amt niederzulegen, meinte er, dass das syrische Volk seinen Präsidenten wählen müsse und niemand anderer sich darin einzumischen habe, auch nicht die Vereinten Nationen.

Den Europäern warf er vor, verantwortlich zu sein für Tod, Zerstörung und Flüchtlinge. Sie hätten nicht selbst getötet, aber sie hätten die Terroristen von Anfang an unterstützt und sie „gemäßigt“ genannt. Darüber hinaus seien nicht alle Flüchtlinge wegen der Terrorattacken geflüchtet, sondern viele auch wegen des vom Westen verhängten Embargos.

Die West-Koalition nannte er eine „kosmetische Allianz“ und lobte den Beitrag und den Erfolg des russischen anti-Terror-Kampfes.

[hmw/russland.news]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.