Angstbild Russland

Foto: National Nuclear Security Administration / Nevada Site Office via Wikimedia CommonsFoto: National Nuclear Security Administration / Nevada Site Office via Wikimedia Commons
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Die Frage bewirkt einen Riss quer durch alle politischen Lager: Ist das, was wir gewohnt sind, Westen zu nennen, für den Verbündeten USA nur noch ein Instrument zur Durchsetzung seiner eurasischen Geopolitik? Ist die transatlantische Sonderbeziehung, wie sie (in Westdeutschland) im Widerstehen gegen den gemeinsamen kommunistischen Feind entstand, obsolet, seit es diesen Feind nicht mehr gibt?

Die einen sind felsenfest überzeugt, der Begriff „Freie Welt“ sei so legitim wie zu Zeiten des Kalten Kriegs. Für sie ist und bleibt die USA der Fixpunkt, der Garant „unserer Freiheit und Demokratie“. Andere treibt der Zweifel um.

Russland verweigert sich

Eine Generation nach dem Fall der Berliner Mauer haben die Rahmenbedingungen sich gewandelt. Was noch vor kurzem Dritte Welt hieß, brütet neue Bedrohungen aus. Neue Herausforderer betreten den Ring. Birgt die NATO-Einbindung also auch künftig Schutz und Segen oder gebiert sie neue Gefahren in den Rivalenkämpfen des 21. Jahrhunderts, in den nicht mehr allzu fernen Kriegen der USA gegen China oder Russland? Die NATO-Beistandspflicht nach Artikel 5 greift auch im Pazifik.

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