Angela Merkels realpolitische Wende

ASEM
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Viele Foren sind es nicht, auf denen westeuropäische Regierungschefs mit der russischen Führung noch halbwegs informell reden können. Der an diesem Freitag beginnende Asien-Europa-Gipfel (ASEM) gehört dazu.

Vor genau 20 Jahren auf Initiative von Singapur und Frankreich ins Leben gerufen, ist ASEM in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Für die Chefs gab es wichtigere Formate; ASEM galt als Spielwiese für Fachminister und die Zivilgesellschaft.

Der neue westlich-russische Konflikt hat vieles verändert. Russland wurde mit Strafmaßnahmen belegt und aus der G8 ausgestoßen. Zwei Jahre lang tagten weder der NATO-Russland-Rat noch die deutsch-russische Strategische Arbeitsgruppe. Beide Gremien arbeiten wieder; dennoch fehlt es am Gespräch.

Weniger verfänglich als das Format Merkel-Putin

Deutsche Politiker, die nach Moskau fahren und auf Dialog statt auf Kampftruppen setzen, werden gerade in den Leitmedien des Appeasements beschuldigt. Zuletzt traf es Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der die Selbstverständlichkeit ausgesprochen hatte, dass man alles übertreiben kann: auch das Säbelrasseln.

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