Ein Viertel der Russen (26 Prozent) weiß, dass der Chefredakteur der Nowaja Gaseta, Dmitri Muratow, den Friedensnobelpreis „für seine Bemühungen um die Verteidigung der Meinungsfreiheit“ erhalten hat.
Russen ab 55 Jahren sind sich dessen am stärksten bewusst – mehr als ein Drittel (37 Prozent). Am wenigsten sind es die Befragten im Alter zwischen 18 und 24 Jahren (15 Prozent) sowie di zwischen 25 und 39 Jahren (16 Prozent).
Ein Viertel der Russen (26 Prozent) sieht diese Nachricht positiv und 5 Prozent haben negative Gefühle. Fast zwei Dritteln (64 Prozent) ist das egal.
Auf die Frage nach anderen Russen, die den Nobelpreis erhielten, erinnerten sich 11 Prozent an Michail Gorbatschow, 10 Prozent an Andrej Sacharow, 7 Prozent an Alexander Solschenizyn und 4 Prozent an Zhores Alferow. 72 Prozent fanden es schwierig zu antworten.
Die russische Regierung, der russische Journalistenverband und Präsidentensprecher Dmitri Peskow hatten Muratow zu der Auszeichnung beglückwünscht. Die Verleihung des Friedensnobelpreises an den Chefredakteur der Nowaja Gaseta ist eine angemessene Würdigung seiner Professionalität, seiner menschlichen Qualitäten und seiner Überzeugungstreue, sagte Boris Beljakow, Sprecher des russischen Ministerpräsidenten Michail Mischustin.
Muratow gehörte 1993 zu den Gründern der Nowaja Gaseta und ist seit 1995 ihr Chefredakteur. Die Zeitung gilt als das unabhängigste Medium Russlands. Mit ihm erhielt die philippinische Journalistin Maria Ressa den Friedensnobelpreis.
Die Umfrage wurde vom 21. bis 27. Oktober 2021 an einer repräsentativen gesamtrussischen Stichprobe der städtischen und ländlichen Bevölkerung von 1.636 Personen im Alter von 18 Jahren und älter. Gefragt wurde per persönlichem Interview im Haus der Befragten in 137 Ortschaften in 50 Regionen Russlands.
[hrsg/russland.NEWS]

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