Typisch Russland: 24 Stunden Leben – schlaflos im Hostel

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[Von Kerstin Strey] Heutzutage kennen wir  neben der klassischen Familie viele weitere Formen des Zusammenlebens: Die Patchwork Familie, die studentische Wohngemeinschaft – oder in Russland die “Kommunalka”, eine mehr oder weniger freiwillige Wohngemeinschaft.

Eine weitere Form hat sich in den letzten Jahrzehnten in Europa entwickelt und ist seit einigen Jahren auch in den russischen Großstädten verbreitet – das Hostel. Das Spar-Hotel wird jedoch inzwischen nicht mehr nur von Rucksackreisenden genutzt, sondern ist auch in Russland zu einem Wohnort der Begegnungen und des Zusammenlebens geworden.

Drei Monate lebe ich hier, mitten in St. Petersburg, zwischen Ägyptern, Spaniern, Australiern, Chinesen, Türken, Franzosen und Russen. Die Menschen kommen aus allen Ecken der Welt hierher und bleiben wenige Tage oder Monate, einige sind sogar jahrelang hier sesshaft: Reisende und Studenten, die ihr Englisch verbessern wollen, “Bisness-Meny” – Geschäftsleute oder solche die es gerne wären – und Auswärtige auf Job- und Wohnungssuche. Viele von ihnen wissen aber selber nicht genau, warum sie eigentlich hier sind.

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