200 Jahre wechselvolle diplomatische Beziehungen Schweiz-Russland

Mit einer Ausstellung in der Petersburger Majakowski-Bibliothek feiert die Schweiz das zweihunderjährige Bestehen diplomatischer Beziehungen mit Russland. Die wechselvolle Beziehung der beiden Länder, die mit dem Wiener Kongress begann, wird in einer Ausstellung dokumentiert. Gleichzeitig sind zwei Ausstellungen über Wissenschaft und Technik in der Schweiz und die vier schweizer Landessprachen zu sehen.

Die zentrale Ausstellung ist den Diplomatischen Beziehungen gewidmet und zeichnet in Dokumenten und Illustrationen die wichtigsten Etappen nach. Nach den napoleonischen Kriegen (1792-1815) setzte sich Russland für eine unabhängige und neutrale Schweiz ein. Bereits zuvor bestanden vielfältige Verbindungen. Schweizer Emigranten, davon viele Fachkräfte, suchten seit dem 17. Jahrhundert in Russland eine bessere wirtschaftliche Situation.

1814 ernannte Zar Alexander I. mit Capo d’Istria zum ersten Mal einen Emissär bei der Eidgenössischen Tagsatzung. Die Schweiz eröffnete 1817 ein Honorarkonsulat in St. Petersburg. Seit 1906 ist die Schweiz mit einer diplomatischen Berufsvertretung und einem eigenen Gesandten in Russland präsent. Nach der Oktoberrevolution 1917 waren die diplomatischen Beziehungen von 1918 bis 1946 unterbrochen.

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