20 Millionen Euro mehr für Bundeswehr-Manöver

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[Von Harald Neuber] – Kosten für militärische Übungen in Osteuropa schnellen in die Höhe.

Die Bundesregierung erhöht unter dem Eindruck der Ukraine-Krise und der Spannungen mit Russland die Ausgaben für militärische Manöver im östlichen Bündnisgebiet der Nato und in alliierten Staaten. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf einen Sprecher des Verteidigungsministeriums. Demnach waren bislang 70 Millionen Euro für entsprechende Manöver geplant, nun sollen es 90 Millionen werden.

Nach einer Anfrage der Linksfraktion im Bundestag schickt die Bundeswehr in diesem Jahr 154.000 Soldaten in internationale Manöver. Das sind zwar weniger als die 160.000 Soldaten im vergangenen Jahr, aber mehr als doppelt so viele wie 2013, als lediglich 73.000 Soldaten an militärischen Übungen im Ausland teilgenommen hatten. In Polen und dem Baltikum sind in diesem Jahr 4.400 Soldaten an 16 Manövern beteiligt.

Diese Übungen sind als Rückendeckung für die an Russland grenzenden Nato-Partner gedacht, die sich von ihrem mächtigen Nachbarn bedroht fühlen. Aber auch in der Ukraine selbst finden Manöver unter US-Führung statt, an denen die Bundeswehr – wenn auch nur in geringem Maße –
beteiligt ist.

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