16. Petersburger Dialog: Entfremdung verhindern und Missverständnissen entgegenwirken

Forum tagt erstmals in Berlin • Wirtschaftsminister beider Länder als Gäste dabei

Die 16. Tagung des Petersburger Dialogs führt heute und morgen in Berlin rund 300 hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur sowie aus vielen gesellschaftlichen Bereichen aus Russland und Deutschland zusammen.Das Motto der Tagung, die heute im Roten Rathaus beginnt, lautet „Gesellschaftliche Teilhabe als Chance zur deutsch-russischen Verständigung“.

Prominente Gäste und Redner sind Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, der Stellvertreter des russischen Wirtschaftsministers Azer Talybov, Bischof i. R. Wolfgang Huber sowie Prof. Michail Fedotow, Vorsitzender des Rates für die Entwicklung der Institute der Zivilgesellschaft und für Menschenrechte beim Präsidenten der Russischen Föderation.

„Unser konstruktiver Austausch im Petersburger Dialog ist immens wichtig – gerade, weil wir uns in der seit zwei Jahrzehnten schwierigsten Phase der Beziehungen zwischen Russland und Deutschland befinden. Wir sind bereit, unseren aktiven Beitrag zu leisten, um Entfremdung zu verhindern und Missverständnissen entgegenzuwirken“, sagte der Co-Vorsitzende des Petersburger Dialogs auf deutscher Seite Ronald Pofalla. „Unser Dank gilt dem Senat und der Stadt Berlin für die Gastfreundschaft und Unterstützung unserer Veranstaltung!“

Die Arbeitsgruppen für Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft, Kirchen, Kultur, Medien, Gesundheit, Ökologie, Wissenschaft und Bildung sowie eine Zukunftswerkstatt tauschen sich unter anderem darüber aus, wie die Modernisierungspartnerschaft zwischen Deutschland und Russland wiederbelebt und vorangetrieben werden kann. Die Arbeitsgruppe Zivilgesellschaft wendet sich der UN-Behindertenrechtskonvention und der Frage zu, wie unsere Gesellschaften Menschen mit Behinderungen wahrnehmen und damit umgehen. Die Zerstörung archäologischer Stätten im Nahen Osten und deren Wiederaufbau am Beispiel Palmyras und Aleppos beschäftigt die AG Kultur. Auch die kritische Auseinandersetzung mit der anhaltend schwierigen Situation für unabhängiges Engagement in Russland ist Gegenstand der Diskussionen.