0:1 gegen Belgien: „Alles ist noch (fast) in unserer Hand!“

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Das zweite Gruppenspiel der Sbornaja war um Klassen besser als das erste, aber es gab eine Niederlage am Sonntagabend im legendären Maracanã in Rio de Janeiro. Bis zur 88. Minute lief alles auf ein 0:0 heraus, Russland nutzte mehrere Chancen nicht, aber dann setzte Origi den Ball ins Netz, und Russland hat jetzt einige Probleme.

„Alles ist (fast) noch in unserer Hand“, schreibt am Sonntagabend nach dem Abpfiff der „Sport-Express“. Genau: fast, denn die russische Nationalelf hat nach zwei Spielen einen einzigen dünnen Punkt erbeutet und hing nun davon ab, was Algerien und Südkorea anstellen würden im Abendspiel. Und da hat Algerien völlig überraschend 4:2 gesiegt. Also heißt die Devise: Gegen Algerien im dritten Gruppenspiel unbedingt gewinnen! Sonst ist es aus für Russland mit der Herausforderung Brasilien 2014.

Belgien ist mit sechs Punkten, mühsam und redlich erschuftet, im Achtelfinale. Wiederholt sich der Frust von 2002, als Russland in einer ebenso relativ leichten Gruppe am Ende das Nachsehen hatte? Da war unter anderem auch Belgien ein Gegner, und da verloren die Russen mit 2:3.

Nach meinem Geschmack hat Fabio Capello zu lange mit der Einwechslung von Alexander Kerschakow gewartet, der im ersten Spiel gegen Südkorea dann doch noch den Ausgleich geschafft hatte. Jetzt gibt es erst einmal lange Nasen aus russischer Hinsicht. Aber warten wir ab – wie gesagt, noch gibt es Chancen auf ein Weiterkommen, wenn die Luft auch immer dünner wird.

Jedenfalls ist zu konstatieren: Igor Akinfejew war im Tor der Alte, soll und muss heißen: er hielt alles, was reinkam. Beim Siegtor der Belgier konnte er nichts machen. [sb]