Wert der zugunsten des Staates beschlagnahmten Vermögenswerte hat sich 2025 verdreifacht

Wert der zugunsten des Staates beschlagnahmten Vermögenswerte hat sich 2025 verdreifacht

Im Jahr 2025 wurden in Russland durch Gerichtsbeschluss 24 Vermögenswerte im Gesamtwert von 11 Milliarden Dollar verstaatlicht, schreibt die russische Zeitung RBK unter Verweis auf einen Bericht der Analyseagentur AK&M.

Der Wert der zugunsten des Staates beschlagnahmten Vermögenswerte war dreimal so hoch wie im Jahr 2024, als Analysten zufolge zehn private Unternehmen im Wert von 3,9 Milliarden Dollar verstaatlicht wurden. In den Bericht wurden nur diejenigen Vermögenswerte aufgenommen, bei deren Verstaatlichung dem Staat ein Schaden entstanden war.

Die Autoren des Berichts stellen fest, dass der Trend zur Nationalisierung „erheblich an Fahrt gewonnen hat”. Nach Berechnungen von AK&M betrug der Anteil solcher Transaktionen auf dem russischen M&A-Markt im Jahr 2025 27,6 Prozent, während dieser Indikator im Jahr 2024 bei 7,2 Prozent lag. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr auf dem russischen M&A-Markt 399 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 41,1 Mrd. US-Dollar getätigt. Dies entspricht einem Rückgang von 20 Prozent bei der Anzahl und von 24,6 Prozent beim Gesamtvolumen im Vergleich zu 2024.

Als größtes Geschäft nannten die Autoren die Übertragung mehrerer Unternehmen des als „Krabbenkönig” bekannten Unternehmers Oleg Kan an die staatliche Vermögensverwaltung Rosimuschestvo. Der geschätzte Wert dieser Vermögenswerte belief sich auf 4,3 Milliarden US-Dollar. An zweiter Stelle stand die Verstaatlichung von 67,85 Prozent der Unternehmensgruppe „Yuzhuralzoloto” des Milliardärs Konstantin Strukov. Analysten schätzten den Wert dieser Vermögenswerte auf fast zwei Milliarden Dollar. Den dritten Platz belegte eine Markttransaktion, die nicht mit einer Verstaatlichung in Verbindung stand: Im Jahr 2025 erwarb Adobe die in Sankt Petersburg gegründete und 2021 in die USA verlegte Marketingplattform Semrush für 1,9 Milliarden Dollar. Die Transaktion wurde im Jahr 2025 abgeschlossen.

Transaktionen zum Verkauf von Vermögenswerten, die aufgrund von Klagen der Generalstaatsanwaltschaft in Staatseigentum übergegangen waren, brachten dem Haushalt im Jahr 2025 etwa 30 Milliarden Rubel ein. Das hatte Finanzminister Anton Siluanow im September geschätzt. Seinen Angaben zufolge sollten die staatlichen Einnahmen aus dem Verkauf solcher Vermögenswerte bis Ende 2025 100 Milliarden Rubel übersteigen. Der Finanzminister merkte an, dass sein Ministerium es vorziehe, Unternehmen schneller zu verkaufen, anstatt sie in staatlichem Besitz zu halten.

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