Die Mehrheit der Russen (81 Prozent) glaubt an die Existenz übernatürlicher Wesen. Am häufigsten glauben sie an Heilige, die den Menschen in Gefahr, auf Reisen und im Kampf beistehen (66 Prozent), an Geister und Gottheiten, die Soldaten helfen (57 Prozent), sowie an Hausgeister (50 Prozent), wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Wziom hervorgeht. An der Umfrage nahmen 1.600 Russen über 18 Jahren teil.
Zudem glauben die Russen an die Existenz von Geistern und Schutzgöttern für Kinder und Tiere (48 Prozent), Wahrsagerinnen und Zauberer (47 Prozent) sowie Naturgeister und Naturgötter (44 Prozent). Darüber hinaus glaubt ein Drittel der Russen an Waldgeister und Fruchtbarkeitsgeister (34 Prozent bzw. 33 Prozent), und jeder Fünfte schließt die Existenz von Meerjungfrauen und Nymphen nicht aus (22 Prozent).
85 Prozent der Befragten haben sich bereits an magische Kräfte gewandt. Zu den beliebtesten Praktiken dieser Art zählen der Besuch heiliger Quellen (59 Prozent), das Lesen von Horoskopen (52 Prozent) und das Wahrsagen (37 Prozent). Zudem reisten 36 Prozent der Befragten zu heiligen Stätten, 25 Prozent trugen Amulette und 14 Prozent wandten sich an Heiler.
Vor einem Jahr wurde der Staatsduma ein Gesetzentwurf über das Verbot der Werbung für esoterische Dienstleistungen sowie spirituelle Praktiken vorgelegt. Laut dem Dokument soll der Zugang zu Ressourcen eingeschränkt werden, auf denen Werbung für Dienstleistungen von Alchemisten, Astrologen, Hexen, Gurus, Magiern, Medien und anderen zu finden ist. Insgesamt werden im Gesetzentwurf 36 Tätigkeitsbereiche genannt. Für Spieltherapeuten, Neurografen, Praktiker des bewussten Träumens und Aufsteller wird präzisiert, dass das Verbot nicht für Fachleute mit einem Hochschulabschluss in Psychologie gilt.

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