Russland will mehr als 80 Milliarden Rubel für verstärkte Filterung des Internetverkehrs ausgeben

Russland will mehr als 80 Milliarden Rubel für verstärkte Filterung des Internetverkehrs ausgeben

Bis 2030 plant das Ministerium für Digitales, die Kapazität des automatisierten Sicherheitssystems (ASBI) um das 2,5-Fache zu erhöhen. Dies geht aus dem Erlass über den Arbeitsplan des Ministeriums hervor, den die russische Zeitung Kommersant eingesehen hat.

Dem Dokument zufolge soll die Kapazität des ASBI bis 2030 954 Tbit/s betragen. Ursprünglich war lediglich eine Erhöhung auf 752,6 Tbit/s geplant. Bereits im Jahr 2026 sollen 100 Prozent des Datenverkehrs des russischen Internetsegments vom ASBI verarbeitet werden.

Es wird vorgeschlagen, die Mittel für das föderale Projekt „Infrastruktur für Cybersicherheit“ um 160 Millionen auf 895 Millionen Euro aufzustocken. Der größte Teil davon soll für die Erhöhung der Kapazität und die Modernisierung des ASBI verwendet werden. Die Russische Medienaufsicht Roskomnadzor teilte Kommersant mit, dass die Kennzahlen dem „Wachstum des Datenverkehrs der Telekommunikationsbetreiber“ entsprechend skaliert werden.

Das ASBI besteht aus technischen Einrichtungen zur Abwehr von Bedrohungen (TSPU), die in den Netzwerken von Telekommunikationsanbietern installiert werden. Es dient dazu, Ressourcen zu sperren und DDoS-Angriffe abzuwehren. Das TSPU leitet den gesamten Netzwerkverkehr durch und unterscheidet dessen Inhalt nach Typ – beispielsweise den Datenverkehr eines Messengers von dem eines gesperrten sozialen Netzwerks.

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