Die russische Botschaft in der Tschechischen Republik betrachtet Veröffentlichungen in den tschechischen Medien, dass die jüngsten Hackerangriffe auf medizinische Einrichtungen der Republik angeblich von Russland organisiert wurden, als eine Provokation, geht aus Kommentaren der russischen Botschaft hervor, die am Montag auf Facebook veröffentlicht wurden.
„In mehreren tschechischen Medien wurde unter Bezugnahme auf unbenannte Quellen in den tschechischen Sicherheitsbehörden berichtet, dass hinter Cyber-Angriffen auf medizinische Einrichtungen in Tschechien in den letzten Tagen angeblich Russland steht“, heißt es in Facebook. „Wir sprechen über eine weitere „gefälschte Nachricht“. In diesem Zusammenhang möchte die russische Botschaft betonen, dass deren einziges Ziel darin besteht, ein feindseliges Bild unseres Landes zu schaffen, vor allem in der lokalen Öffentlichkeit.“
„Die Verbreitung durch die tschechischen Medien mit Hilfe von Sonderdiensten mit ungeprüften und unbegründeten Materialien antirussischen Charakters ist in der Republik zu einer verbreiteten Erscheinung geworden“, wird in dem Kommentar betont. „Der ungeheure Missbrauch des Themas Coronavirus-Epidemie, bei dem es um die Rettung von Menschenleben geht, überschreitet alle möglichen moralischen und ethischen Grenzen. Es ist auch alarmierend, dass die Ursache der heutigen skandalösen und ungeheuerlichen Anschuldigungen gegen Russland von Vertretern der tschechischen Behörden vorgebracht wird, die hastig eine mögliche Beteiligung eines „fremden Staates“ an Cyberangriffen in der Tschechischen Republik erklären.“
„Wir verwahren uns vor solch unverantwortlichen und skrupellosen Informationsangriffen auf Russland, die offen provozierend sind“, heißt es in dem Dokument.
Neu auftretende Fragen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien sollten durch einen professionellen Expertendialog angegangen werden, der von russischer Seite wiederholt gefordert wurde, betonte die Botschaft.
„In diesem Zusammenhang möchten wir an Russlands Initiative zur Entwicklung einer universellen Konvention gegen Cyberkriminalität erinnern, die 2019 von den meisten UN-Mitgliedsstaaten angenommen wurde. Leider gehört die Tschechische Republik nicht dazu“, heißt es in dem Kommentar.
[hrsg/russland.NEWS]

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