Derzeit sieht die russische Medienaufsicht Roskomnadzor keine Gründe für die Wiederaufnahme des Betriebs der Plattform Roblox in Russland, teilte die Pressestelle der Behörde gegenüber mit.
Roskomnadzor hatte Anfang Dezember den Zugang zu Roblox eingeschränkt. Grund dafür waren unter anderem die Veröffentlichung „destruktiver Inhalte” auf der Plattform sowie festgestellte Fälle von Mobbing. Roskomnadzor gab an, dass es seit 2019 Forderungen an das Unternehmen gestellt habe, die Sicherheit von Kindern zu gewährleisten, welche jedoch ignoriert worden seien. Roblox versprach, das Moderationssystem zu überarbeiten, um die Arbeit in Russland wieder aufzunehmen und führt derzeit ein biometrisches Erkennungssystem ein.
Roblox ist eine 2006 gegründete Online-Gaming-Plattform. Sie bietet jedem Nutzer die Möglichkeit, Spiele auf einer integrierten Spiel-Engine zu entwickeln und sie für den allgemeinen Zugriff zu veröffentlichen. Laut Unternehmensangaben erreichte die durchschnittliche tägliche Nutzerzahl des Dienstes im dritten Quartal über 150 Millionen Menschen, was einem Anstieg von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Auf der Plattform kann man mit der spielinternen Währung Robux Geld verdienen, die man für echtes Geld kaufen kann. Entwickler können mit dem Verkauf von virtuellen Gegenständen, Abonnements, einzelnen Servern und Werbung Geld verdienen.
Russland ist die drittgrößte Zielgruppe von Roblox, derzeit wird die monatliche Nutzerzahl im Land auf 15 bis 19 Millionen Spieler geschätzt.
Die Spiele auf der Plattform sind aus mehreren Gründen gefragt: kostenloser Zugang, Anpassung an verschiedene Gerätetypen, Vielfalt der Genres, Einfachheit und die Möglichkeit zum gemeinsamen Spielen. In Russland gibt es keine hochwertigen Alternativen, die all diese Punkte erfüllen.

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