Der Kreml hofft, dass die Zwangsmaßnahme gegen zwei deutsche Diplomaten keinen negativen Einfluss auf die Beziehungen zu Deutschland haben wird.
„Wir hoffen, dass dies [die Ausweisung von zwei deutschen Botschaftsmitarbeitern aus Russland] kein negativer Faktor für die weitere Entwicklung und den Ausbau unseres sehr konstruktiven Dialogs mit der Bundesrepublik Deutschland sein wird“, sagte der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, am Donnerstag Journalisten.
Er betonte, dass „die Diplomaten erzwungenermaßen als vergeltende Maßnahme ausgewiesen werde. … Diese Maßnahme ist unvermeidlich, nachdem zwei unserer Diplomaten aus Deutschland ausgewiesen wurden. Wir glauben, dass diese Entscheidung Berlins absolut unbegründet ist, wir sind damit nicht einverstanden, daher mussten wir eine Maßnahme auf Gegenseitigkeit ergreifen.“ Peskow bekräftigte, dass Moskau „keine großen Risiken sehen will“ für die Entwicklung der Beziehungen zu Deutschland nach der Geschichte mit den Diplomaten.
Zwei Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Moskau müssen innerhalb von sieben Tagen Russland verlassen. Eine entsprechende Mitteilung wurde dem deutschen Botschafter Dr. Géza Andreas von Geyr überreicht, der am Donnerstag ins russische Außenministerium einberufen wurde. Zuvor wurden in Deutschland zwei Mitarbeiter der russischen Botschaft zur persona non grata erklärt. Diese Aktionen standen im Zusammenhang mit der Ermordung eines georgischen Staatsbürgers in der deutschen Hauptstadt am 23. August. Der Verdächtige in diesem Fall ist ein russischer Staatsbürger. Die deutsche Seite hielt die Zusammenarbeit mit den russischen Behörden in dieser Hinsicht für unzureichend.
Am 23. August erschoss ein Unbekannter den georgischen Staatsbürger Zelimkhan Hangoshvili im Berliner Bezirk Moabit. Der Mörder fuhr mit dem Fahrrad auf das Opfer zu und schoss ihm in den Rücken und in den Kopf. Danach versuchte er zu fliehen, aber die Polizei schaffte es, ihn festzunehmen.
Nach Angaben der Ermittler war der Angreifer ein 49-jähriger russischer Staatsbürger. Die Polizei fand die Mordwaffe und das Fahrrad, obwohl der Mann versucht hatte, sie in den Fluss zu werfen.
[hrsg/russland.NEWS]

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