Ischinger: Warum Russland in G7 nicht zugelassen wird

Ischinger: Warum Russland in G7 nicht zugelassen wird

Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, sagte in Die Welt, warum Russland nicht erneut zum Mitglied der G7 ernannt werden sollte.

Er sieht die Rückkehr Moskaus in den Club als einen logischen Schritt an, da es einfacher sein würde, komplexe Weltfragen mit Russlands Beteiligung zu lösen.

„Das G8-Format war sehr nützlich, denn gemeinsam mit Russland konnten einige wirklich komplizierte und wichtige Probleme gelöst werden. Aufgrund der Ereignisse in der Ukraine haben wir Russland selbst ausgeschlossen. Und ich war nicht der Einzige, der damals dachte, das dies ein taktischer Fehler sei“, sagte Ischinger.

Andererseits sei jetzt die Rückkehr Moskaus in die G7 ausgeschlossen, da sie negative Auswirkungen auf die Ukraine haben würde.

„Es wäre ein starker Schlag ins Gesicht für die Ukraine, eine vernichtende Niederlage für unsere ukrainischen Partner. Der Westen würde das Gesicht im moralischen und politischen Sinne verlieren.“

Ischinger stellte auch fest, dass die G7 aufgehört hat, eine wichtige Rolle in der Weltpolitik zu spielen, da es keine Einheit mehr zwischen den westlichen Ländern gibt. Sie können keine ernsthaften Ergebnisse erzielen.

Zuvor hatten sich die Staats- und Regierungschefs der G7 auf dem Gipfel in Frankreich darauf geeinigt, die Koordinierung mit Russland zu verstärken, ohne jedoch zum G8-Format zurückzukehren.

[hmw/russland.NEWS]

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