IEA warnt vor „globalem Schock“ >>>

Laut einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) wird das globale Wirtschaftswachstum bei steigenden Rohstoffpreisen aufgrund von Sanktionen gegen Russland deutlich zurückgehen. Experten gehen davon aus, dass mögliche Unterbrechungen in der Versorgung mit russischem Öl einen globalen Schock auf dem Ölmarkt verursachen könnten. Die Agentur senkte ihre Schätzung der Ölnachfrage für 2022 um 1,1 Millionen Barrel pro Tag (bpd) auf 99,7 Millionen bpd.

Laut dem IEA-Bericht wird die Ölproduktion in Russland aufgrund von Sanktionen ab April um 3 Millionen bpd sinken. Experten weisen darauf hin, dass nur Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate über die erforderlichen Kapazitätsreserven verfügen, die unmittelbar dazu beitragen könnten, die Verknappung des russischen Öls auszugleichen. „Die Aussicht auf groß angelegte Störungen der Ölförderung in Russland droht einen globalen Schock auf dem Ölmarkt auszulösen“, heißt es in dem Dokument.

Zuvor behauptete das Wall Street Journal , dass die Staatsoberhäupter der Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabiens nicht mit US-Präsident Joe Biden über eine Erhöhung der Ölförderung verhandelt hätten.

Die IEA geht davon aus, dass ein anhaltender Anstieg der Öl- und Rohölpreise erhebliche Auswirkungen auf die Inflation und das Wirtschaftswachstum haben wird. Dennoch kann die begonnene Energiekrise nach Expertenmeinung den weltweiten Ölausstieg beschleunigen. „Die aktuelle Krise stellt die Energiemärkte vor große Herausforderungen, eröffnet aber auch neue Chancen. Eine Kombination aus Energiesicherheit und wirtschaftlichen Faktoren könnte die Abkehr vom Öl beschleunigen“, heißt es in dem Bericht.

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