Duma-Abgeordneter: Italien wird als eines der ersten Länder Sanktionen aufhebenDuma bild © russland.NEWS

Duma-Abgeordneter: Italien wird als eines der ersten Länder Sanktionen aufheben

Der Duma-Abgeordnete Belik erklärte nach seinen Gesprächen mit italienischen Abgeordneten, dass Italien das erste Land sein werde, das die Zusammenarbeit mit Russland möglichst vollständig wieder aufnehmen werde.

„Der heutige Protest gegen die Eröffnung einer Repräsentanz der Donezker Volksrepublik in Verona wird einfach verblassen, wenn ein Abkommen zwischen der italienischen Partei Liga Nord und Einiges Russland oder ein Abkommen über die Zusammenarbeit zwischen Sewastopol und Verona unterzeichnet wird. Über diese Initiativen haben wir beim Treffen mit dem italienischen Abgeordneten Vito Comencini gesprochen“, zitiert die Iswestija den Abgeordneten.

Er stellte fest, dass er und sein italienischer Kollege sich einig waren bezüglich der EU-Politik gegenüber Russland. „Unser gemeinsamer Standpunkt ist, dass Sanktionen ein großer Fehler sind. Und ich hoffe sehr, dass solche Besuche und die gemeinsame Arbeit der Parlamentarier dazu beitragen werden, die Sanktionen so schnell wie möglich aufzuheben und eine Lösung für dieses Problem zu finden.“

Belik glaubt, hoffen zu dürfen, dass sich nach den Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai die politischen Verhältnisse in der EU-Führung ändern werden.

„Jetzt sollten die Parteien und Bewegungen in Europa an die Macht kommen, die erkennen, dass es an der Zeit ist, den Sanktionen, diesem Missverständnis, ein Ende zu setzen.“

Der stellvertretende italienische Ministerpräsident und Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Arbeit und Sozialpolitik, Luigi Di Mayo, hatte zuvor erklärt, er werde gegen die Russland-Sanktionen im Interesse der italienischen Wirtschaft kämpfen, zitiert ihn ANSA.

„Wir werden gegen die berühmten antirussischen Sanktionen kämpfen. Und nicht weil wir pro-russisch oder proamerikanisch sind, sondern weil wir pro-italienisch sind.“

Seiner Ansicht nach erleiden viele Unternehmen im Land enormen Schaden durch Sanktionen gegen Russland, daher müsse die Sanktionspolitik geändert werden.

Im vergangenen Herbst hatte schon Matteo Salvini, ein weiterer stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Italiens, erklärt, alles zu tun, um die Sanktionen gegen Russland aufzuheben.

Die italienische Regierung hat allerdings die EU-Beschlüsse zu Russland bisher immer mitgetragen.

[hmw/russland.NEWS]

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