Ein leitender Analyst bei Bruegel hat davor gewarnt, dass Europa „im Grunde genommen keine Hebelwirkung“ habe, sollte sich der Iran-Konflikt zu einer langwierigen globalen Energiekrise ausweiten. In Brüssel erklärte Senior Fellow Simone Tagliapietra, dass die Einstellung der Flüssiggasproduktion in Katar – rund 20 % der weltweiten LNG-Versorgung – nach Drohnenangriffen aus dem Iran beispiellos sei und bereits zu einem Anstieg der Gaspreise in Europa und Asien geführt habe. Da weltweit keine freien LNG-Kapazitäten vorhanden sind, könnte Europa gezwungen sein, die Nachfrage zu drosseln oder vorübergehend auf Kohle umzusteigen, wie bereits 2022. Tagliapietra fügte hinzu, dass Russland als Hauptnutznießer hervorgehen und von steigenden Öleinnahmen profitieren könnte.
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