Präsident Putin hat erklärt, Moskau sei bereit, bei der Lösung der Migrationskrise an der Grenze zwischen Belarus und Polen zu helfen. Die Anschuldigungen gegen Russland im Zusammenhang mit der Migrationskrise seien jedoch ein Versuch, die eigene Schuld anderen „in die Schuhe zu schieben“. Er ist der Meinung, dass die Krise von den europäischen Ländern verursacht wurde, indem sie die politischen, militärischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Krise geschaffen haben.
„Sehen Sie, ich habe bereits gesagt: Wir haben damit absolut nichts zu tun, absolut nichts! Und warum wird das dennoch behauptet? Nun, das haben sie zu verantworten. Sie wollen nur ihre eigene Schuld anderen „in die Schuhe schieben“, sagte Putin in einer Sendung des Fernsehsenders Russia 1, Moskau Kreml. Putin“.
Zu den Ursachen der Krise sagte Putin, dass die europäischen Länder selbst alle Bedingungen für die Krise geschaffen haben. „Sie sind selbst daran schuld und ich sage warum: sie haben aus politischen, militärischen und wirtschaftlichen Gründen selbst die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Tausende und Hunderttausende von Menschen flüchten wollen. Und jetzt suchen sie nach einem Schuldigen, um sich vor der Verantwortung für die aktuellen Ereignisse zu drücken“.
Moskau sei jedoch bereit zu helfen, wenn es darauf ankomme. „Wenn wir Behauptungen oder gar gegen uns gerichtete Anschuldigungen hören, kann ich dazu nur sagen: Kümmert euch um eure eigenen Probleme, schiebt nicht eure Probleme, die von euch gelöst werden sollten, anderen zu. Aber wir sind bereit, jeden möglichen Beitrag zu leisten, wenn etwas uns betrifft“.
Zuvor hatte der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki erklärt, dass Russland und der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko persönlich hinter der Migrationskrise an der polnisch-weißrussischen Grenze stecken würden.
Die britische Außenministerin Elizabeth Truss hat ebenfalls Russland für die Migrationskrise verantwortlich gemacht.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete die Vorwürfe gegen Moskau als leeres Geschwätz.
[hrsg/russland.NEWS]

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