Laschet will Nutzung von Nord Stream 2 für geopolitische Zwecke vertraglich ausschließenLachet, Armin

Laschet will Nutzung von Nord Stream 2 für geopolitische Zwecke vertraglich ausschließen

CDU/CSU-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat vorgeschlagen, dass die Genehmigung zum Start von Nord Stream 2 die Bedingung enthalten sollte, dass das Projekt nicht für geopolitische Zwecke genutzt werden darf. Nord Stream 2 sei jedoch notwendig, da Deutschland für seine Energiewende erst einmal mehr Gas benötigt.

Laschet erläuterte, dass Nord Stream 2 „eine neue Genehmigung – eine europäische Genehmigung“ für die Versorgung benötigen werde, sobald der Bau abgeschlossen ist. „Und dann kann man die Bedingung stellen, dass die Pipeline nicht geopolitisch benutzt werden kann“, sagte der Kanzlerkandidat bei einer Veranstaltung der Stuttgarter Zeitung.

Laut Laschet ist Nord Stream 2 klar ein wirtschaftliches Projekt, „aber der geopolitische Aspekt muss berücksichtigt werden“. … „Wir werden in Zukunft mehr Gas brauchen, wenn wir die Energiewende vollenden wollen. Und es gibt immer weniger Länder in Westeuropa, die Gas produzieren.“

Der Bau des ersten Strangs von Nord Stream 2 wurde am 10. Juni technisch abgeschlossen. Die Nord Stream 2 AG, der Betreiber, strebt die Fertigstellung der gesamten Pipeline im August an. Für Tests und Zertifizierungen werden drei Monate benötigt.

Nach den jüngsten Umfragen könnten CDU/CSU bei der Bundestagswahl im September die stärksten Parteien werden. Laschet ist der Kanzlerkandidat der beiden Parteien.

[hmw/russland.NEWS]

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