Professor Peter Schulze: Ein Freund Russlands ist gegangen [mit Videos]

Professor Peter Schulze: Ein Freund Russlands ist gegangen [mit Videos]

Professor Peter Schulze von der Uni Göttingen war als Russlandexperte nicht nur bei russland.TV zu Gast – aber wir haben, gerade in Julia Dudniks Reihe Russland.direct gerne und häufig mit ihm gesprochen und seinen Sachverstand genutzt. Gestern ist er im Alter von 77 Jahren gestorben.

Wenn Peter Schulze von Russland erzählte, wusste er wovon er sprach. 11 Jahre – von 1992 bis 2003 leitete der das Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Moskau und blieb Russland bis zu seinem Lebensende verbunden. Er war Gastprofessor in Rostov am Don und lehrte seit 2014 an der Universität Göttingen. Wie eine Reihe anderer älterer Sozialdemokraten, die sich Russland aus Zeiten eines besseren Verhältnisses verbunden fühlten, begleitete er die deutsche Russlandpolitik bis zu seinen Tod kritisch und mit fachkundigen Analysen. Auch die Positionen seiner eigenen Partei.

Dazu nutzte er auch Interviews bei russland.TV.  Etwa zu den Auseinandersetzungen zwischen Russland und den USA bei der Aussetzung des INF-Abkommens im Februar 2019.

Oder einen Monat später zum Thema der deutschen Russlandpolitik

Ein weiteres Mal war Professor Schulze dann bei Julia Dudnik zu Gast, als in Syrien der Konflikt zwischen Putin und Erdogan ausbrach. Hier war auch das Publikumsinteresse sehr groß und er wurde von Julia per Skype am Rande einer Konferent auf Rhodos interviewt:

Schulzes letzter Auftritt bei russland.TV dürfte auch einer seiner letzten medialen Auftritte überhaupt gewesen sein. Ausnahmsweise einmal bei Ariana nahm er Stellung im Rahmen der letzten Münchner Sicherheitskonferenz. Gerade das Interviewformat per Skype ermöglichte es ihm, trotz seiner angegriffenen Gesundheit Stellung zu nehmen. Er ruhe in Frieden und lebt weiter in den fundierten Statements, die er hier wie anderswo zu aktuellen Themen gegeben hat.

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