Söder: mit Russland im Dialog bleibenSöder, Markus 190119 CSU Parteitag

Söder: mit Russland im Dialog bleiben

Im Streit über das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 mit Russland hat der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder die US-Regierung zu partnerschaftlichem Verhalten ermahnt. Wirtschaftliche Interessen zu verfolgen sei zwar zulässig, „nicht überzeugend ist jedoch, wirtschaftliche Interessen mit Sicherheitsfragen zu verknüpfen.“ In der NATO gehe es um Sicherheit und nicht um Wirtschaft. Er sprach sich für Nord Stream 2 aus. „Deutschland braucht alle Optionen um Versorgungssicherheit zu gewährleisten – zumal wir aus der Kernkraft und aus der Kohle aussteigen wollen. Ich kann auch nicht verstehen, warum eine Pipeline, die von Russland durch die Ukraine nach Deutschland führt, sicherer sein soll als eine Direktverbindung zwischen Russland und Deutschland“, sagte Söder der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagsausgabe).

Er sei zwar ein „überzeugter“ Anhänger der transatlantischen Kooperation. Zugleich habe Bayern aber immer die Meinung vertreten, man müsse mit Russland im Dialog bleiben.

„Moskau sitzt nicht am Katzentisch der Weltpolitik. Aber natürlich hat Russland auch einiges dazu beigetragen, dass das Verhältnis zum Westen sich verschlechtert hat. Zum Beispiel die jahrelange Verletzung des INF-Abrüstungsvertrags“, so Söder.

[hmw/russland.NEWS]

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