Außenminister Maas fordert Verhandlungen über Verlängerung von START IIIMaas, Heiko 180818

Außenminister Maas fordert Verhandlungen über Verlängerung von START III

Außenminister Maas glaubt, dass nach der Aussetzung des INF-Vertrages „die Welt immer gefährlicher wird“ und „neue Technologien neue Regeln erfordern“.

Der deutsche Außenminister bekräftigte seine Unterstützung für die Verlängerung des Vertrags über Maßnahmen zur weiteren Verringerung und Begrenzung strategischer Offensivwaffen (SEDV, inoffizieller Name – START III), weil die Beteiligung Russlands und der USA am Vertrag über die Beseitigung von Raketen mittlerer und kurzer Reichweite ausgesetzt ist. Dies wurde am Sonntag in Twitter vom Auswärtigen Amt gemeldet.

„Eine Welt ohne INF-Vertrag wird gefährlicher werden“, sagte der Minister. – Neue Technologien erfordern neue Regeln. Moskau und Washington sollten dringend Verhandlungen über die Verlängerung des START-Vertrags aufnehmen.

Im Januar hat sich der deutsche Außenminister mit US-Außenminister Michael Pompeo getroffen und auch Verhandlungen zur Verlängerung von START III gefordert.

START III, unterzeichnet von Russland und den Vereinigten Staaten, trat 2011 in Kraft. Demnach soll jede der Parteien ihre strategische Offensivarmee so reduzieren, dass sieben Jahre nach seinem Inkrafttreten und danach die Gesamtzahl der eingesetzten Interkontinentalraketen (ICBMs), U-Boot-Ballistikraketen (SLBMs) und schweren Bomber (TBs), 1.550 für Sprengköpfe und 800 für eingesetzte und nicht eingesetzte ICBM-, SLBM- und TB-Raketen nicht überschritten wird.

Der Vertrag bleibt für 10 Jahre (bis 2021) in Kraft, es sei denn, er wird durch eine spätere Vereinbarung ersetzt. Sie kann auch im gegenseitigen Einvernehmen der Parteien um höchstens fünf Jahre (bis 2026) verlängert werden.

Moskau hat Washington in jüngster Zeit wiederholt aufgefordert, die Frage der Möglichkeit einer Verlängerung von START III nicht hinauszuzögern und den Vertrag als „Goldstandard“ im Bereich der Abrüstung bezeichnet. Ein hochrangiger US-Beamter sagte am Freitag in einem telefonischen Briefing vor Journalisten, dass Washington noch keine endgültige Entscheidung darüber getroffen habe, ob der Vertrag über 2021 hinaus verlängert werden solle.

[hmw/russland.NEWS]

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