Britischer Außenminister zu den Beziehungen des Westens mit Russland

Nach seiner Rede im Friedensinstitut in Washington erklärte der britische Außenminister Jeremy Hunt am Dienstag, Russland versuche derzeit, mittels verschiedener Aktionen die Einheit zwischen den westlichen Ländern zu testen.

„Er (der russische Präsident) überprüft uns in verschiedenen Aktionen, er will nur sehen, wie stark und vereint der Westen ist. … Deshalb ist es wichtig, dass unsere Antwort stark und einheitlich ist, und dann, denke ich, ist es durchaus möglich, positive, herzliche Beziehungen mit der Russischen Föderation zu haben, und das sollte unser Ziel sein.“

„Wir haben vor kurzem gehören, dass die USA bereit sind, weiterzugehen, und wir wissen, dass sie in 90 Tagen prüfen werden, ob es erforderlich sein wird, neue gesetzliche Sanktionen zu verhängen.“

„Und, wie ich in meiner Rede gesagt habe, der Angriff (in Salisbury) fand auf europäischen Boden statt, und wir müssen sicherstellen, dass wir Schulter an Schulter mit den USA stehen. Das bedeutet nicht, dass wir genauso wie die USA reagieren. Aber dies ist ein sehr wichtiger Moment für die transatlantische und die europäische Einheit.“

Er habe bereits 15 europäische Minister getroffen und alle seien sich einig gewesen, dass Europa das Bündnis mit den Vereinigten Staaten aufrechterhalten und stärken müsse.

„Dies ist das Thema, dem alle zustimmen: Wir müssen die transatlantische Allianz schützen, bewahren und stärken.“

Er erinnerte auch daran, dass die EU-Länder das Vereinigte Königreich bei dem Vorfall in Salisbury unterstützt und harte Maßnahmen gegen Russland ergriffen haben.

In seiner Rede hatte er erneut betont, dass die russische Seite in den Vorfall in Salisbury involviert gewesen sei. „Dieses aggressive und zerstörerische Verhalten verletzt die Weltordnung.“

Er betonte aber auch, dass Großbritannien „sicherlich eine gemeinsame Sprache mit Russland finden muss, aber gleichzeitig offen sprechen soll.“

Darüber hinaus kritisierte er den außenpolitischen Kurs Moskaus und vertrat die Meinung, dass die Politik Russlands „die Welt noch gefährlicher gemacht“ habe.

Laut dem Pressedienst des Institute of Peace in Washington appellierte Hunt an die EU, alle Sanktionen gegen Russland in vollem Umfang umzusetzen, weil „sein aggressives Verhalten die internationale Ordnung untergräbt“, und es die Außenpolitik der Welt gefährlicher mache.

[hmw/russland.NEWS]

COMMENTS