Gary Aitkenhead, Chief Executive des Defence Science and Technology Laboratory (DSTL) in Porton Down, sagte „Sky News“, dass sie das Gift identifizieren konnten, aber nicht, dass es in Russland hergestellt wurde.
„Wir konnten es als Nowitschok identifizieren und, dass es ein Nervengift militärischen Grades ist.“
Man habe die genaue Quelle nicht identifiziert, aber man haben der Regierung die wissenschaftlichen Informationen zur Verfügung gestellt, von wo es überall kommen könnte.
Aitkenhead sagte, dass zur Begründung seiner Herkunft „andere Inputs“ erforderlich seien, von denen einige auf nachrichtendienstlichen Erkenntnissen beruhen, zu denen die Regierung Zugang hat.
Er erläuterte weiter: „Es ist unsere Aufgabe, die wissenschaftlichen Beweise dafür zu liefern, dass dies der besondere Nervenkampfstoff ist. Wir haben festgestellt, dass er zu dieser speziellen Familie gehört und eine militärische Note hat. Aber es ist nicht unsere Aufgabe zu sagen, wo er hergestellt wurde.“
Er bestätigte jedoch, dass zur Beschaffung der Substanz „extrem ausgeklügelte Methoden“ notwendig seien, über die nur ein „staatlicher Akteur“ verfüge und erklärte weiter, dass es kein bekanntes Gegenmittel gegen Nowitschok gäbe und dass auch keines keinem der Skripals verabreicht worden sei.
Er, der Chef von Porton Down, wollte nicht kommentieren, ob sein Labor Nowitschok entwickelt hat oder besitzt, hat aber abgestritten, dass die Substanz von Porton Down gekommen ist.
„Es ist unmöglich, dass es von uns gekommen sein könnte oder die vier Wände unserer Einrichtung verlassen hat“ [There is no way anything like that could have come from us or left the four walls of our facility], sagte Aitkenhead.
Inzwischen reagierte auch der russische Präsident Wladimir Putin, der sich zu einem offiziellen Besuch in der Türkei aufhält, auf die Nachrichten aus dem britischen Labor. Auf einer Pressekonferenz im Anschluss an die Gespräche mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, kommentierte Putin die heutigen Nachrichten, dass die Experten den Ursprung der giftigen Substanz nicht feststellen konnte. „In diesem Zusammenhang ist es überraschend, wie schnell die antirussische Kampagne vorangetrieben wurde“, so Putin. „Laut internationalen Experten können etwa 20 Länder auf der ganzen Welt solche Nervengifte produzieren.“
[hmw/russland.NEWS]
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