Russlands staatlicher Atomkonzern Rosatom hat die zweite RITM-200-Reaktoreinheit für den im Bau befindlichen atomgetriebenen Eisbrecher „Leningrad“ fertiggestellt und damit einen wichtigen Meilenstein bei den Bemühungen des Landes um den Ausbau seiner Arktis-Flotte gesetzt. Der hochmoderne Reaktor wurde im Maschinenbauwerk in der Region Moskau hergestellt, wo Arbeiter dabei gefilmt wurden, wie sie die massiven Anlagen zusammenbauten und für den Transport vorbereiteten. Der Mehrzweck-Eisbrecher der neuen Generation „Leningrad“ wird von zwei RITM-200-Reaktoren angetrieben – derselben fortschrittlichen Technologie, die bereits an Bord der neuesten russischen Atom-Eisbrecher wie „Arktika“, „Ural“, „Sibir“ und „Jakutia“ zum Einsatz kommt. Rosatom bestätigte, dass die fertiggestellten Reaktoreinheiten mit den Namen „Iskra“ und „Grom“ an historische sowjetische Militäroperationen im Zusammenhang mit der Befreiung Leningrads während des Zweiten Weltkriegs erinnern. Der Bau des Schiffes begann im Januar 2024, wobei der russische Präsident Wladimir Putin an der offiziellen Zeremonie teilnahm. Das Schiff ist Teil von Russlands ehrgeizigem Plan, seine Präsenz entlang der Nordostpassage zu stärken und die ganzjährige Schifffahrt in der Arktis aufrechtzuerhalten. Neben der „Leningrad“ befinden sich weitere atomgetriebene Eisbrecher wie die „Stalingrad“ und die „Chukotka“ im Bau, wodurch Moskaus Atomflotte der nächsten Generation erweitert wird.
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