Das Land beabsichtigt, eine vollständige Blockade des Transports von russischem Öl durch die sogenannte „Schattenflotte“ zu erreichen. Dies teilte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot vor einem Treffen mit seinen Kollegen aus den EU-Ländern mit.
„Wir sind für ein vollständiges Verbot des Seetransports im Rahmen unseres Kampfes gegen die ‚Schattenflotte‘. Das ist ein Thema, das wir sowohl hier in Brüssel als auch mit den Mitgliedern der G7 diskutieren“, sagte er.
Laut Barrot hängt die Aufnahme neuer Schiffe in die Sanktionslisten nicht mit der Verabschiedung des 20., 21. oder 22. Sanktionspakets zusammen, sondern erfolgt nach Maßgabe der eingehenden Informationen. Als eines der Schlüsselelemente der Strategie zur Unterbindung von Seetransporten unter Umgehung der europäischen Beschränkungen nannte er den „Einsatz militärischer Mittel”.
Im Januar wurde im Mittelmeer der aus Russland kommende Tanker Grinch festgehalten. Wie der französische Präsident Emmanuel Macron mitteilte, fiel das Schiff unter internationale Sanktionen und fuhr „unter falscher Flagge“. Nach Angaben der französischen Behörden begann die Route in Murmansk. Der Kapitän, ein indischer Staatsbürger, wurde festgenommen. Das russische Außenministerium weigerte sich jedoch, den Tanker als russisch anzuerkennen. Letzte Woche verließ das Schiff die französischen Hoheitsgewässer.

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