Armenien begrenzt Russlands Teilnahme am Projekt „Trump-Route”

Armenien begrenzt Russlands Teilnahme am Projekt „Trump-Route”

Für die Umsetzung des Projekts „Trump Route for International Peace and Prosperity” ist eine Zusammenarbeit mit Russland möglich. Eine direkte Beteiligung Russlands an dem Projekt ist jedoch ausgeschlossen. Dies erklärte der armenische Außenminister Ararat Mirsojan. 

„Trumps Route” ist ein Projekt zur Wiederherstellung einer Eisenbahnstrecke in Armenien. Sie soll Aserbaidschan mit Nachitschewan verbinden. Die Initiative, die mit Donald Trumps Vermittlung zur Beilegung der Beziehungen zwischen Eriwan und Baku verbunden ist, sieht vor, den Korridor langfristig an ein amerikanisches Unternehmen zu verpachten. Dieses soll dann für die Verwaltung und Sicherheit zuständig sein. Das Hauptziel des Projekts ist es, eine neue Transitroute zwischen Asien und Europa unter der Kontrolle der USA zu schaffen. 

„Die Beteiligung Russlands an dem Projekt wurde nicht diskutiert. Der Rahmen für die Aktivitäten von TRIPP ist bereits klar“, sagte der Minister auf einer Pressekonferenz in Washington.  

Der Minister betonte, dass Eriwan „nicht die Absicht hat, Moskau auszuschließen“, und fügte hinzu, dass „alle nahen und weniger nahen Nachbarn von einer Entblockung der Verkehrsinfrastruktur profitieren würden“. Mirsojan erinnerte daran, dass Russland in Armenien „in verschiedenen Infrastrukturen präsent ist, beispielsweise im Eisenbahnwesen“. Diese könnten „Möglichkeiten für die Kommunikation und Zusammenarbeit mit TRIPP schaffen“, fügte er hinzu. 

Heute gaben der armenische Außenminister und der US-Staatssekretär Marco Rubio eine gemeinsame Erklärung zur Umsetzung des Projekts „Trump Route“ ab. Die Länder haben vereinbart, ein gemeinsames Unternehmen namens TRIPP Development Company zu gründen. Dieses wird das Projekt leiten und besitzt für weitere 49 Jahre die Rechte zur Entwicklung der Route. 74 Prozent der Anteile gehen an die USA, 26 Prozent an Armenien. In Zukunft könnte der Anteil Eriwans auf 49 Prozent steigen. 

Am 8. August unterzeichneten der armenische Premierminister Nikol Paschinjan, der US-amerikanische Präsident Donald Trump und der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew eine Erklärung, in der festgehalten wird, dass Eriwan mit Washington und Dritten an der Ausarbeitung eines Rahmens für das TRIPP-Projekt zur Verkehrsanbindung auf armenischem Gebiet arbeiten wird. Im Rahmen der Umsetzung des Projekts ist der Bau einer Straßen-, Eisenbahn-, Öl- und Gasinfrastruktur vorgesehen. 

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