Hälfte der russischen Taxifahrer hat keine Kfz-Haftpflichtversicherung

Hälfte der russischen Taxifahrer hat keine Kfz-Haftpflichtversicherung

Etwa die Hälfte der russischen Taxiflotte wird ohne gültige Kfz-Haftpflichtversicherung betrieben. Dies geht aus einer Analyse der Statistiken zur Anzahl der abgeschlossenen Kfz-Haftpflichtversicherungen hervor. Die Analyse wurde von Vertretern des Russischen Versicherungsverbands (RSA) und dem Nationalen Versicherungsinformationssystem (NSIS, eine Tochtergesellschaft der Zentralbank) durchgeführt. 

In Russland sind 800.000 Taxis registriert, aber laut der RAA haben nur 400.000 davon eine Kfz-Haftpflichtversicherung. „Das bedeutet, dass die übrigen 400.000 Taxis entweder gar nicht versichert sind oder als Privatfahrzeuge angemeldet sind, um keine höheren Beiträge zahlen zu müssen”, erklärte der Vorstand des RSA gegenüber Interfax. 

„Die fehlende Versicherungssumme beträgt fast 61 Millionen Euro (5,7 Milliarden Rubel). Das sind etwa zwei Prozent des gesamten Kfz-Haftpflichtversicherungsmarktes auf Jahresbasis“, hat die RSA berechnet. 

Der Generaldirektor der NSIS, Nikolai Galuschin, teilte mit, dass im Jahr 2024 in Russland 1 Million kurzfristige Kfz-Haftpflichtversicherungen abgeschlossen wurden. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 waren es bereits 5 Millionen. Dieses rasante Wachstum bedeutet jedoch nicht, dass Taxifahrer den Service „zu schätzen wissen”, so Nikolai Galuschin. Seinen Worten zufolge ist die allgemeine Verbreitung der Kfz-Haftpflichtversicherung unter Taxifahrern noch weit davon entfernt, die gesetzlichen Vorschriften zur obligatorischen Kfz-Haftpflichtversicherung zu erfüllen. 

Seit März 2024 können russische Autofahrer einen Kfz-Haftpflichtversicherungsvertrag mit einer Laufzeit von einem Tag bis zu drei Monaten abschließen. Entgegen den ursprünglichen Erwartungen kam es jedoch nicht zu einer massenhaften Umstellung privater Autofahrer auf kurzfristige Policen. Laut der Versicherungsgesellschaft Rosgosstrach lag der Anteil solcher Policen auf dem Markt ein Jahr nach der Einführung bei 7–8 Prozent. 

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