Zur Debatte über Gaucks Haltung zu Russland

Joachim Gauck auf der Münchener Sicherheitskonferenz 2014 Foto Kleinschmidt

Unter der Überschrift „Traditionsbruch mit Folgen – Das Ressentiment von Joachim Gauck gegenüber Putin belastet eine diplomatische Lösung. Der Präsident füttert die Schatten alter Gespenster“ beschäftigt sich Antje Vollmer, evangelische Theologin, Vizepräsidentin des deutschen Bundestages a.D. und heute freie Autorin mit der Rolle Gaucks gegenüber Russland.

Sie stellt fest, dass in der alten Bundesrepublik alle Kanzler oder Präsidenten zeitnah am Beginn ihrer Amtszeit eine Reise nach Moskau unternahmen, weil das Verhältnis der Deutschen und der Russen zueinander von großer Bedeutung nicht nur für die beiden Länder, sondern für ganz Europa war und ist. „Selbst in der Zeit des Kalten Krieges, für Adenauer, von Weizsäcker, Brandt, Genscher, Herzog, Kohl und später auch Schröder galt das als unumstößliche Tatsache, die berücksichtigen musste, wer immer für deutsche Politik Verantwortung übernahm.“ Der erste, der damit aus persönlichen Gründen und mit schwer wiegenden Folgen gebrochen hat, war Joachim Gauck.

Antje Vollmer fragt „Aber darf ein Präsident das Verhältnis zwischen zwei europäischen Staaten und die gesamte Diplomatie dieser Länder zur Geisel nehmen, um seine Familiengeschichte zu bewältigen?“

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