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20-11-2006 Russland und die Vogelgrippe
Keine Fälle von Vogelgrippe in Russland - Angst vor Virusmutation
In Russland sind in diesem Jahr erstmals 57 Millionen Geflügel gegen Vogelgrippe aus staatlichen Mitteln geimpft worden.

Das teilte der Chefhygienearzt Russlands, Gennadi Onischtschenko, am Montag auf einer Pressekonferenz in Nowosibirsk mit.





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Ihm zufolge wurde dadurch "eine Demarkationslinie in gefährdeten Gebieten geschaffen, die eine weitere Ausbreitung der Tierseuche über das Territorium des Landes verhindert hat", so Onischtschenko.

Zurzeit "sind auf russischem Territorium keine Fälle von Vogelgrippe und folglich auch keine Erkrankungsfälle bei Menschen registriert worden", so der Mediziner.

Die Prognosen für das kommende Jahr seien ungünstig, fuhr er fort. Innerhalb von fünf Monaten 2006 sei die Intensität der Tierseuche bei Vögeln um ein Drittel gewachsen. Dies spreche dafür, dass die Intensität der Erkrankung an Vogelgrippe weiter zunehme, so Onischtschenko.

Ihm zufolge "nähert sich die Welt konsequent einem Wechsel des Virusstamms an. Wir bereiten uns darauf vor".

"Das Virus-Monitoring wird verbessert. Es wird an der Entwicklung eines neuen Impfstoffs gegen Grippe H5N1 gearbeitet. Das Nowosibirsker Zentrum für Biotechnologien ‚Vektor' wird sich an der Entwicklung dieses Impfstoffes beteiligen. Dort wird der Impfstoff auch getestet", informierte Onischtschenko.

Der Chefhygienearzt Russlands leitet das erste Seminar von Fachleuten der Seuchenbekämpfungsdienste der GUS-Länder. Das Thema der Beratung lautet: "Die Bekämpfung hochpathogener Vogelgrippe". [ RIA Novosti ]